"Paulus von Tarsus" in Mössingen
Am
6. November haben wir das Musical "Paulus von Tarsus" aufgeführt.
Chorgesang, Soli, eine Band und noch mehr setzen die Geschichte des
Christenhassers Saulus von Tarsus und seiner Bekehrung zum Paulus in
Szene.
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Jugendliche aus unserer Kirchengemeinde und umliegenden Gemeinden haben
dieses Musical
aus der "Adonia-Musical-Schmiede"
in einer Rekordzeit eingeübt: Mit nur drei Probeterminen im
Vorfeld und einer Probewoche im November.
Dabei
setzten sie die dramatische biblische Geschichte aus der
Apostelgeschichte gesanglich gekonnt und sicher in Szene, sowohl im
Chorgesang als auch bei den Soli. Darüber hinaus hatte die Gruppe
Choreografien eingeübt, die die Lieder optisch toll unterstrichen.
Am
Samstag um 19.00 Uhr begann die Aufführung in der fast vollbesetzten
Martin-Luther-Kirche und nach der Aufführung gab es frenetischen
Applaus für alle Beteiligten.
Alles
hatte einfach zusammen gepasst: Die musikalische Begleitung durch Harri
Pallas am Keyboard und eine Band, bestehend aus Matthias Ulmer
(Gitarre), Maximilian Grauer
(E-Bass), Felix Rempfer (Schlagzeug) und Carina Binder (Querflöte). Die
Technik hatten Julian Diedrichs (Ton) und Benedikt Schweizer (Licht)
fest im Griff, für
die
Choreographie
war Manuela Felger
und für die Theatereinstudierung:
Edith Pletzer verantwortlich.
Die Gesamtleitung und den donnerndsten Applaus hatten Ruth Löw und Gabi Stoll.
Herzlichen Dank an alle Beteiligten!
Singen im Chörle und Jugendchor
Gewinn für alle Lebensbereiche
(Aus "Gemeindebrief - November
2008")
Kinderchöre
haben in unserer Kirchengemeinde eine lange Tradition und bereichern
seit Jahrzehnten das musikalische Leben. Gab es Anfang der 70er-Jahre
die „Singschar“, so finden seit über 30 Jahren Kinder im „Chörle“ eine
Möglichkeit, ihre Singfreude zu zeigen.
Seit zwei Jahren gibt es nun auch einen
Jugendchor für Jugendliche ab der 5. Klasse. Wir haben mit Ruth Löw ,der
Leiterin der beiden Chöre, über die Arbeit und ihre Ziele gesprochen.
Gemeindebrief: Frau Löw, wie lange leiten Sie schon das
Chörle – und weshalb gibt es jetzt den Jugendchor?
Ruth
Löw: Den Kinderchor leite ich seit Ostern 1995. Kinder der Klassen
1–4 musikalisch und konzeptionell unter einen Hut zu bekommen, geht
relativ gut, da die „großen“ Viertklässler den Jüngeren in der Gruppe
hilfreich sind. Ab der 5. Klasse sind die Kinder dem Kinderchor
entwachsen. Es gilt, sich auf die älteren Kinder im Übtempo und in der
Schwierigkeit der Lieder einzustellen, z.B. wird öfters auch zwei- oder
dreistimmig gesungen.
GB: Ab welchem Alter kann man denn ins Chörle kommen?
R.L.:
In der Regel bietet sich der Einstieg ins Chörle mit dem Eintritt in die
1. Klasse an. Es können aber auch jüngere Geschwisterkinder mal schon
vorher mitgebracht werden.
GB: Wie sieht so eine Chorprobe im Chörle bzw. Jugendchor
aus, und was können die Kinder und Jugendlichen dabei lernen?
R.L.:
In der Chorprobe fördern wir die Stimmentwicklung durch Atem-,
Sprach-, Stimm-, Rhythmus- und Bewegungsspiele und -übungen. Die
Vorbereitung auf öffentliche Auftritte stärkt Selbstbewusstsein und
Gemeinschaftsfähigkeit der Kinder und Jugendlichen.
GB: Welche Ziele und Inhalte sind Ihnen für die Chorarbeit
wichtig?
R.L.:
Neben der Stimmentwicklung ist ein weiteres Ziel das kreative und
ganzheitliche Lernen von Glaubensinhalten, beim Chörle durch die
Gestaltung von Singspielen, beim Jugendchor in der Auseinandersetzung
mit geistlichen Liedtexten. Doch in beiden Gruppen ist natürlich die
Gemeinschaft untereinander, das Treffen von Freunden und der gemeinsame
Spaß wichtig.
GB:
Am 8. November wird ja das Petrus-Musical aufgeführt. Worum geht es
da genau und weshalb lohnt es sich für die ganze Gemeinde diese
Aufführung anzuschauen?
R.L.:
Es geht um die Frage des Anerkanntseins, und die stellt sich nicht
nur Kindern und Jugendlichen und auch die Antwort kann so manchem
Erwachsenen Mut für seinen Alltag machen. Außerdem: schwungvolle Musik
und Lieder hört sowieso jeder gerne an, ob jung oder alt.
GB: Was motiviert Sie selber bei der Arbeit mit Kindern und
Jugendlichen?
R.L.:
Es ist faszinierend, die Kinder beim Lernen und ihren Erfahrungen,
die sie mit der Stimme sammeln, zu begleiten ihre Begeisterung beim
Vorbereiten und Aufführen von Liedern und Musicals zu erleben. Außerdem
glaube ich, dass die Kinder von ihrer Aktivität im Chor für alle anderen
Bereiche ihres Lebens profitieren können.
„Superstarke“ Teenies
Nahezu voll besetzt war die
Martin-Luther-Kirche, als am Samstag,8.11.08 um 19 Uhr ca. 35 Jugendliche im
Alter von 10-15 Jahren die Bühne betraten. „SuperStar(k)“ lautete
der Titel des Musicals von Alexander Lombardi und Gregor Beier, das
sie unter der Leitung von Ruth Löw und Gabi Stoll erarbeitet hatten.

In gerade mal vier Probehalbtagen in den
Herbstferien hatten sie den Grundstock zu einer beeindruckenden und
mit 95 Minuten Länge abendfüllenden Bühnenvorstellung geliefert.
In 24 Szenen schilderten sie darin das Leben
des Apostel Petrus und verbanden es mit der Lebenswelt heutiger
Jugendlicher: Sechs Teenies, gespielt von Franziska Springer,
Rebekka Stoll, Jan-Lukas Dietz, David Schneider, Chrisitna Stahl und
Ellen Kienzle, träumen davon, Superstars zu werden. Doch ein Mädchen
scheitert beim Starcasting und ein Junge fällt beim Probetraining
für den VfB durch und hintergeht deshalb seinen besten Freund aus
Neid. In dieser Krise hilft ihnen ihr Freund, der „Professor“
(Martin Wagner), anhand der Petrusgeschichte, ihr Selbstwertgefühl
wieder zu erlangen und Lösungsmöglichkeiten für sich zu finden.
Der Jugendchor der Evangelischen
Kirchengemeinde und der Unterstufenchor des Firstwaldgymnasiums
sangen gemeinsam und zeigten gut einstudierte Tanzchoreografien.
Soli, unter anderem von Petrus (Jakob Stoll) und Jesus (Florian
Metzger) bildeten dazu einen reizvollen Kontrast. Philipp Nicklaus
(Klavier) und Felix Rempfer begeleiteten schwung- und stimmungsvoll.

Schnelle Szenenwechsel bei sparsamer aber
wirkungsvoller Requisite nahmen die Besucher hinein in die
biblischen Geschichten. Gelegentliche leichte Textunsicherheiten bei
den Schauspielern fielen angesichts des Gesamteindruckes des Stückes
nicht ins Gewicht, sondern zeigten umgekehrt, dass nicht die
perfekte Präsentation, sondern der Prozess des Einübens das
Wichtigste war.
Der tosende Beifall am Ende zeigte, dass die
Zuschauer der Meinung waren: Dieses Musical war eine „superstarke“
Leistung.
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