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Orgelprospekt der Weimerorgel in der Peter- und-Paulskirche..

Musik rund um die Kirche

Musik beschwingt, sammelt, spricht das Gefühl an - ihrer Wirkung kann man sich kaum entziehen. Sie verleiht Worten Flügel, trägt Worte ins Herz. Kein Wunder, dass das Singen und Musizieren von je her zu Kirche und Gottesdienst dazu gehört.

So verschieden die Geschmäcker und Vorlieben im Bereich der Musik , so breit ist auch das kirchenmusikalische Angebot unserer Gemeinde: Für Alt und Jung, von Klassik bis Pop, Gesang oder Instrumentalmusik - für jeden ist etwas dabei. 

Hier einige Informationen zu den verschiedenen musikalischen Gruppen unserer Gemeinde.

 

Chöre und musikalische Gruppen unserer Kirchengemeinde

Jugendmusical

"Paulus von Tarsus" in Mössingen

Am 6. November haben wir das Musical "Paulus von Tarsus" aufgeführt. Chorgesang, Soli, eine Band und noch mehr setzen die Geschichte des Christenhassers Saulus von Tarsus und seiner Bekehrung zum Paulus in Szene.

25 Jugendliche aus unserer Kirchengemeinde und umliegenden Gemeinden haben dieses Musical aus der "Adonia-Musical-Schmiede" in einer Rekordzeit eingeübt: Mit nur drei Probeterminen im Vorfeld und einer Probewoche im November.

Dabei setzten sie die dramatische biblische Geschichte aus der Apostelgeschichte gesanglich gekonnt und sicher in Szene, sowohl im Chorgesang als auch bei den Soli. Darüber hinaus hatte die Gruppe Choreografien eingeübt, die die Lieder optisch toll unterstrichen.

Am Samstag um 19.00 Uhr begann die Aufführung in der fast vollbesetzten Martin-Luther-Kirche und nach der Aufführung gab es frenetischen Applaus für alle Beteiligten.

Alles hatte einfach zusammen gepasst: Die musikalische Begleitung durch Harri Pallas am Keyboard und eine Band, bestehend aus Matthias Ulmer (Gitarre), Maximilian Grauer (E-Bass), Felix Rempfer (Schlagzeug) und Carina Binder (Querflöte). Die Technik hatten Julian Diedrichs (Ton) und Benedikt Schweizer (Licht) fest im Griff, für die Choreographie war Manuela Felger und für die Theatereinstudierung: Edith Pletzer verantwortlich.

Die Gesamtleitung und den donnerndsten Applaus hatten Ruth Löw und Gabi Stoll.

Herzlichen Dank an alle Beteiligten!

 

 

Singen im Chörle und Jugendchor

Gewinn für alle Lebensbereiche

(Aus "Gemeindebrief - November 2008")

 

Kinderchöre haben in unserer Kirchengemeinde eine lange Tradition und bereichern seit Jahrzehnten das musikalische Leben. Gab es Anfang der 70er-Jahre die „Singschar“, so finden seit über 30 Jahren  Kinder im „Chörle“ eine Möglichkeit, ihre Singfreude zu zeigen.

Seit zwei Jahren gibt es nun auch einen Jugendchor für Jugendliche ab der 5. Klasse. Wir haben mit Ruth Löw ,der Leiterin der beiden Chöre, über die Arbeit und ihre Ziele gesprochen.

 

Gemeindebrief: Frau Löw, wie lange leiten Sie schon das Chörle – und weshalb gibt es jetzt den Jugendchor?

Ruth Löw: Den Kinderchor leite ich seit Ostern 1995. Kinder der Klassen 1–4 musikalisch und konzeptionell unter einen Hut zu bekommen, geht relativ gut, da die „großen“ Viertklässler den Jüngeren in der Gruppe hilfreich sind.  Ab der 5. Klasse sind die Kinder dem Kinderchor entwachsen. Es gilt, sich auf die älteren Kinder im Übtempo und in der Schwierigkeit der Lieder einzustellen, z.B. wird öfters auch zwei- oder dreistimmig gesungen.

GB: Ab welchem Alter kann man denn ins Chörle kommen?

R.L.: In der Regel bietet sich der Einstieg ins Chörle mit dem Eintritt in die 1. Klasse an. Es können aber auch jüngere Geschwisterkinder mal schon vorher mitgebracht werden.

GB: Wie sieht so eine Chorprobe im Chörle bzw. Jugendchor aus, und was können die Kinder und Jugendlichen dabei lernen?

R.L.: In der Chorprobe fördern wir die Stimmentwicklung durch Atem-, Sprach-, Stimm-, Rhythmus- und Bewegungsspiele und -übungen. Die Vorbereitung auf  öffentliche Auftritte stärkt Selbstbewusstsein und Gemeinschaftsfähigkeit der Kinder und Jugendlichen.

GB: Welche Ziele und Inhalte sind Ihnen für die Chorarbeit wichtig?

R.L.: Neben der Stimmentwicklung ist ein weiteres Ziel das kreative und ganzheitliche Lernen von Glaubensinhalten, beim Chörle durch die Gestaltung von Singspielen, beim Jugendchor in der Auseinandersetzung mit geistlichen Liedtexten. Doch in beiden Gruppen ist natürlich die Gemeinschaft untereinander, das Treffen von Freunden und der gemeinsame Spaß wichtig.

 GB: Am 8. November wird ja das Petrus-Musical aufgeführt. Worum geht es da genau und weshalb lohnt es sich für die ganze Gemeinde diese Aufführung anzuschauen?

R.L.: Es geht um die Frage des Anerkanntseins, und die stellt sich nicht nur Kindern und Jugendlichen und auch die Antwort kann so manchem Erwachsenen Mut für seinen Alltag machen. Außerdem: schwungvolle Musik und Lieder hört sowieso jeder gerne an, ob jung oder alt.

GB: Was motiviert Sie selber bei der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen?

R.L.: Es ist faszinierend, die Kinder beim Lernen und ihren Erfahrungen, die sie mit der Stimme sammeln, zu begleiten ihre Begeisterung beim Vorbereiten und Aufführen von Liedern und Musicals zu erleben. Außerdem glaube ich, dass die Kinder von ihrer Aktivität im Chor für alle anderen Bereiche ihres Lebens profitieren können.

Petrus-Musical im November 2008

„Superstarke“ Teenies

 Nahezu voll besetzt war die Martin-Luther-Kirche, als am Samstag,8.11.08 um 19 Uhr ca. 35 Jugendliche im Alter von 10-15 Jahren die Bühne betraten. „SuperStar(k)“ lautete der Titel des Musicals von Alexander Lombardi und Gregor Beier, das sie unter der Leitung von Ruth Löw und Gabi Stoll erarbeitet hatten.

In gerade mal vier Probehalbtagen in den Herbstferien hatten sie den Grundstock zu einer beeindruckenden und mit 95 Minuten Länge abendfüllenden Bühnenvorstellung geliefert.

In 24 Szenen schilderten sie darin das Leben des Apostel Petrus und verbanden es mit der Lebenswelt heutiger Jugendlicher: Sechs Teenies, gespielt von Franziska Springer, Rebekka Stoll, Jan-Lukas Dietz, David Schneider, Chrisitna Stahl und Ellen Kienzle, träumen davon, Superstars zu werden. Doch ein Mädchen scheitert beim Starcasting und ein Junge fällt beim Probetraining für den VfB durch und hintergeht deshalb seinen besten Freund aus Neid. In dieser Krise hilft ihnen ihr Freund, der „Professor“ (Martin Wagner), anhand der Petrusgeschichte, ihr Selbstwertgefühl wieder zu erlangen und Lösungsmöglichkeiten für sich zu finden.

Der Jugendchor der Evangelischen Kirchengemeinde und der Unterstufenchor des Firstwaldgymnasiums sangen gemeinsam und zeigten gut einstudierte Tanzchoreografien. Soli, unter anderem von Petrus (Jakob Stoll) und Jesus (Florian Metzger) bildeten dazu einen reizvollen Kontrast. Philipp Nicklaus (Klavier) und Felix Rempfer begeleiteten schwung- und stimmungsvoll.

Schnelle Szenenwechsel bei sparsamer aber wirkungsvoller Requisite nahmen die Besucher hinein in die biblischen Geschichten. Gelegentliche leichte Textunsicherheiten bei den Schauspielern fielen angesichts des Gesamteindruckes des Stückes nicht ins Gewicht, sondern zeigten umgekehrt, dass nicht die perfekte Präsentation, sondern der Prozess des Einübens das Wichtigste war.

Der tosende Beifall am Ende zeigte, dass die Zuschauer der Meinung waren: Dieses Musical war eine „superstarke“ Leistung.

Mössinger Kantorei

Proben: donnerstags, von 20-22 Uhr im Gemeindehaus Mittelgasse 19. Es kann auch projektweise mitgesungen werden.

Leitung: Bezirkskantor Günther Löw (Tel. 07473/7609)

Weitere Infos: www.kirchenmusik-moessingen.de

MLK-Band

Songs, Gemeinschaft, Spaß (ab 14 Jahren).

Proben: freitags, ab 20.00 Uhr in der Martin-Luther-Kirche

Leitung: Joachim Lörcher und Jochen Hägele

Kontakt über Pfarramt Martin-Luther-Kirche (Tel. 07473/6541) oder Cornelia Rietzler (Tel. 07473/1864). Wir freuen uns über jeden, der gerne mitsingen oder mitspielen möchte!

Bilder des Jahreskonzerts am 7. Januar 06 in der MLK

Posaunenchor des CVJM

Leitung: Daniel Speidel (Tel. 07473/273271) und Joachim Herter.

Proben: freitags, ab 20.15 Uhr im Gemeindehaus Mittelgasse 19

Weitere Infos: www.cvjm-moessingen.de

Kinderchor "Chörle"

Wir heißen bei uns Kinder im Alter von 6 - 14 Jahren willkommen, die neben der Lust zum Singen auch Freude daran haben, Musik in Bewegung umzusetzen in Form von Spielliedern, Erzählliedern und Singspielen. Die wöchentliche Probe findet freitags im Gemeindehaus Mittelgasse 19 statt: 16.30 - 17.30 Uhr

Leitung: Ruth Löw (Tel. 07473/920399).

Bilder

 

Blockflötenensemble

Probe: donnerstags 18.15 Uhr in der Johanneskirche

Leitung: Beate Heutjer (Tel. 07473/7628)

Mössinger Vokalensemble

Probt projektweise. Jährlich 1-2 Konzerte. Singt in Gottesdiensten in der Evangelischen und Katholischen Kirche.

Leitung: Bezirkskantor Günther Löw (Tel. 07473/7609)

Weitere Infos: www.kirchenmusik-moessingen.de

 --> Aktuelles zu Kirchenmusik

 

Zum 400. Geburtstag von Paul Gerhardt am 12. Mäz 2007

"Als ginge die Sonne auf"

Für den Liederdichter Rudolf Alexander Schröder war es immer, „als ginge die Sonne auf“, wenn er an Paul Gerhardt dachte und auch heute noch haben die Lieder des Spitzenreiters unter den geistlichen Liedermachern nichts davon verloren. Bei Liedern wie „Fröhlich soll mein Herze springen“ oder „Lobet den Herren, alle, die ihn ehren“ geht einem das Herz auf und es strömt Friede durch Leib und Seele. Am 12. März vor 400 Jahren wurde er in Gräfenhainichen geboren und lebte in einer schweren Zeit die von Krieg, Krankheit und Pest geprägt war.

Er ist 12 Jahre alt, da stirbt der Vater, die Mutter zwei Jahre später. Mit 15 wechselt Paul auf die berühmte Fürstenschule nach Grimma. Die Schüler hausen in den unheizbaren, dunklen Zellen, und sind in einen erbarmungslosen Tagesablauf eingespannt. Nach dem Schulabschluss studiert er Theologie in Wittenberg.

Ostern 1637 lassen die Schweden Gerhardts Heimatort Gräfenhainichen im Flammen aufgehen. Alles liegt in Trümmern. Sein Bruder stirbt an der Pest. Diese Schreckensbilder wird Gerhardt nicht mehr los: „Das drückt uns niemand besser in unser Herz und Seel hinein als ihr zerstörten Schlösser und Städte voller Schutt und Stein, ihr Gräber voller Leichen und blutgen Heldenschweiß der Helden, derengleichen auf Erden man nicht weiß“. Der bescheidene Mann drängt nicht ins Pfarramt, er zweifelt, ob er dazu befähigt sein würde.

In Berlin trifft er auf Kantor Johann Crüger, einen der bedeutendsten Melodienschöpfer. Sein Gesangbuch hat in der 5. Auflage bereits 82 Lieder von Paul Gerhardt. Darunter neben den bereits genannten auch „Wie soll ich dich empfangen“ oder „Ich singe dir mit Herz und Mund“. Nachdem der 30-jährige Krieg unsägliches Leid gebracht hatte kommt diese Stimme des Trostes gerade richtig: Die Gedichte Gerhardts mit den Melodien des Kantors, damit sie singend sich ausbreiten konnten. Diese Verse haben unzählige Menschen zu allen Zeiten getröstet und gestärkt. Sie haben Glaube, Liebe, Hoffnung entzündet. Keiner hat so getröstet und aufgerichtet.

1651 erhält Gerhardt seine erste Pfarrstelle in Mittenwalde. 1655 heiratet er Anna Maria Berthold: Er ist 48, sie 32 Jahre. Ihre erste Tochter stirbt nach acht Monaten; drei weitere Kinder muss er in den folgenden Jahren ins Grab legen. Verständlich, warum Kreuz- und Trostlieder so breiten Raum einnehmen.

Mit 50 Jahren wird er Pfarrer in Berlin - der Höhepunkt seiner Laufbahn. Dort trifft er auch auf den neuen Kantor J. G. Ebeling, dem er sehr nahe stand und der 120 Lieder von Gerhardt heraus brachte. Darunter „Du meine Seele singe“ oder „Die güldne Sonne“.

Fünf arbeitsreiche, aber friedliche Jahre erlebt er, bis der Kurfürst 1662 ein „Toleranzedikt“ erlässt, das  Katholiken, Juden und Reformierten Glaubensfreiheit gewährte. Kniefall vor der Staatsmacht? Das kommt für den überzeugten Lutheraner Gerhardt nicht in Frage. Die Folge: Amtsenthebung 1666.

1 Jahr später stirbt seine Frau. Mit 62 Jahren wechselt er nach in Lübben. Am 27. Mai 1676 stirbt Paul Gerhardt, mit 69 Jahren. Er hinterlässt in seiner Kirche zu Lübben sein Bildnis mit der Inschrift: „Im Sieb Satans geprüfter und erprobter Theologe“.  

Günther Löw

Musical-Workshop

"Show your face" 

vom 27.2.-5.3.06 in der MLK : Bilder der Workshop-Woche

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