Glaubenskurs

Glauben – nicht ohne

An vier Donnerstagabenden im März und April (jeweils um 19.30 Uhr) geht es bei einem Glaubenskurs um Texte aus dem Philipperbrief. Die Abende finden im Wechsel in der Johanneskirche und im Evang. Gemeindehaus Belsen statt. Bitte beachten Sie die dem Gemeindebrief beiliegende Einladung mit Informationen zu den Themen, Terminen und Vorbereitungsteams. Weitere Flyer liegen in den Kirchen aus. Herzliche Einladung!

Angedacht

Gottes Liebe zu uns

Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren (Römer 5,8).

Dieser Satz fasst zusammen, was für unseren christlichen Glauben ganz wesentlich ist. Eine komplette Theologie könnte man darauf aufbauen, also viele richtige und gute Worte über Gott schreiben, wer Gott ist, was Liebe bedeutet, warum Jesus gestorben ist und und und. Aber die entscheidende Aussage für uns ist diese: Gott selber hat nicht nur Worte gemacht, sondern gehandelt. Er hat nicht nur gesagt: „Ich liebe euch“, sondern auch gezeigt, wie sehr er uns liebt. Das Sterben Jesu zeigt in unwiderruflicher Weise Gottes Liebe für uns Menschen.

Menschen sehnen sich zeit ihres Lebens nach Liebe und Anerkennung. Diese Sehnsucht ist ein großer Antrieb. Für Liebe und Anerkennung tun sie eine Menge. Haben sie dann bei einem anderen Menschen Liebe gefunden, warten sie weiterhin auf Zeichen der Liebe: Liebesbriefe, rote Rosen, Geschenke usw. Menschliche Liebe braucht offensichtlich Vergewisserung und wiederholt erklärende Worte der Liebe. Gott kennt uns Menschen und weiß um unsere Bedürftigkeit in Sachen Liebe. Deshalb macht er sich selber auf den Weg und bringt Liebe in die Welt. Damit seine Liebe auch wirklich bei uns ankommt, schickt er seinen Sohn als Mensch zu uns.

Liebe, die auf Gegenliebe stößt, ist recht häufig anzutreffen, denn jemand, der nett ist, ist leicht zu lieben. Das Besondere bei Gott ist: Er liebt die Menschen, auch wenn sie Sünder sind, das heißt, er lässt sich nicht abschrecken uns zu lieben, auch wenn wir ihn nicht lieben und seine Liebe nicht anerkennen. Gott will auch diejenigen lieben und durch seine Liebe gewinnen, die nicht von sich aus liebenswert sind und nicht lieben können oder wollen. Er liebt praktisch gegen alle Lieblosigkeit an. Und seine Liebe geht so weit, dass er sich von der Hartherzigkeit, der Selbstgerechtigkeit und der Selbstherrlichkeit der Menschen bis zum Äußersten treiben lässt und für uns in den Tod geht und stirbt. Selbst die tiefsten Abgründe werden von seiner Liebe erreicht.

Weil es Gottes Liebe ist, die in Jesus Christus wirkt, ist diese Liebe stärker als der Tod. Sie überwindet den Tod, die Sünde und alle Lieblosigkeit. Darauf weist das Zeichen seiner Liebe – das Kreuz – immer wieder neu hin.

Pfarrer Matthias Krämer