Alte und neue Tafelmusik für Blechbläser

Unter dem Motto "Alte und neue Tafelmusik" präsentiert die Stuttgarter Bläserkantorei am 9. Juni 2018 um 19:00 Uhr in der Martin-Luther-Kirche alte und neue Musik für Blechbläser. Höhepunkte werden die „Airs and Dances" von John Dowland und „Hommage to the Noble Grape" von Goff Richards sein. Weitere Werke stammen von Jacob de Haan, Anne Weckesser und Chris Hazell. Von der Renaissance bis zum Gospel werden wir ein abwechslungsreiches Programm bieten, das zu hören sich sicher lohnt, denn schon Martin Luther maß der Musik und ihrer Wirkung auf die Menschen große Bedeutung zu, „weil sie die Seele fröhlich macht".

Heart Rose Cafe Mössingen

Überall auf der Welt gibt es Hard Rock Cafes: New York, London, Paris, Moskau, Tokio, Berlin… nur nicht in Mössingen.

Vermutlich wird sich das auch auf absehbare Zeit nicht ändern. Aber dafür gibt es jetzt in Mössingen ein Café, das es sonst nirgendwo auf der Welt gibt: Das Heart Rose Cafe Mössingen.

Nur fünf Stunden im Jahr geöffnet, nämlich beim Rosenmarkt

Wieder Kuchenspender gesucht

Der Besucherandrang in der Martin-Luther-Kirche wird bei jedem Rosenmarkt größer. Immer mehr Menschen nehmen unsere Kirchengemeinde hier einladend und gastfreundlich wahr. Das ist einerseits eine große Freude, andererseits natürlich eine Herausforderung, diese Gastfreundschaft auch gewähren zu können.

In diesem Jahr hat sich die Mitarbeiterliste atemberaubend schnell gefüllt. Jetzt bangen wir nur noch, ob wir auch genügend Kuchen für die erwarteten „Heerscharen“ haben😊. Deshalb freuen wir uns wieder über Kuchen- bzw. Tortenspenden (wir haben wieder Kühlschränke zur Kühlung). Abgabe entweder am Samstag um 14.00 Uhr oder am Sonntagvormittag. Vielen Dank!

Frauke Dietz und Uwe Braun-Dietz

Open Air in Mössingen

Der nächste SOS-Jugo findet am 24. Juni, 18.00 Uhr neben der Peter-und-Paulskirche in Mössingen (open air) statt. Evi Hahn ist zu Gast und es geht um das Thema „Brot kann schimmeln, was kannst du?“. Bei schlechtem Wetter sind wir in der Peter-und-Paulskirche.

Du darfst – von der Freiheit, ich selbst zu sein

Schon von klein auf werden Anforderungen an uns gestellt. So haben wir unsere Meinung darüber entwickelt, wie wir zu sein haben, damit das Leben gelingt. Oftmals aber engen uns diese Vorstellungen ein, weil sie nicht zu uns passen und hindern uns daran, wirklich wir selbst zu sein. Wie kommt es dazu und wie kann Gottes befreiende Botschaft durchdringen?

Darüber spricht Claudia Mader beim nächsten Frauenfrühstück am 20. Juni, 9.00 Uhr in der Christuskirche.

Frau Mader hat Maschinenbau studiert und einige Jahre in der Industrie gearbeitet. Eine Ausbildung im Bereich Beratung und Psychotherapie hat sie auf neue Wege geführt. Seit 2006 arbeitet sie in eigener Praxis für Lebens-und Eheberatung und Supervision. Unkosten 4,00 €.

Eine besondere Lesung

Der Frauenkreis Talitha kumi lädt ganz herzlich alle Interessierten am Mittwoch, 6. Juni, 20.00 Uhr, in die Martin-Luther-Kirche zu einer autobiografischen Lesung ein. Pfrin. Nicola Vollkommer, Reutlingen liest aus ihrer Biografie „Unter dem Flammenbaum“.

Die Autorin verbrachte ihre Kindheit in Westafrika z.Zt. der Bürgerkriege. Diese Zeit prägte ihr Leben und ihren Glauben.

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Angedacht

Die Herzensrose

 „Rose“ und „Herz“ - das gehört für uns ganz eng zusammen. Eine Rose ist eben nicht nur eine Blume, sondern sie hat eine tiefe Symbolik. Sie spricht zum Herzen. Schenkt ein Mann einer Frau eine rote Rose, dann heißt das: „Ich liebe dich!“ und weiße Rosen stehen für Reinheit und Unschuld.

Diese Verbindung zwischen Rose und Herz besteht seit langer Zeit. Schon im Mittelalter wurden Herzensangelegenheiten „sub rosa“, unter der Rose besprochen. Über Beichtstühlen fand sich oft das Rosensymbol, das für Verschwiegenheit stand. Alle Herzensangelegenheiten, so lautete die Botschaft, werden vertraulich behandelt.

Auch Martin Luther nahm diese Symbolik in seinem Wappen, der Lutherrose auf. Das rote Herz in der Mitte steht dabei für seine Person. In die Mitte dieses Herzens malte er ein schwarzes Kreuz, das für den Glauben an den Gekreuzigten steht. Durch diesen Glauben sah er sich vom Schutzmantel der Rose umgeben: „Solch Herz aber soll mitten in einer weißen Rosen stehen, anzuzeigen, dass der Glaube Freude, Trost und Friede gibt, darum soll die Rose weiß und nicht rot sein; denn weiße Farbe ist der Geister und aller Engel Farbe.“

Gottes Friede und seine Reinheit umgeben Luthers Herz, bergen ihn und stellen ihn ins weite Blau der himmlischen Hoffnung, die von der goldenen Unendlichkeit Gottes als Ring eingefasst ist.

Ich finde das ein erstaunlich emotionales, fast romantisches Glaubenszeichen, dass sich der kämpferische, harsche und oft auch derbe Reformator hier gibt. Er zeigt damit seine Verletzbarkeit und gleichzeitig seinen Halt im Leben: „Allein Christus, allein der Glaube“.

Es freut mich deshalb, dass eine große, goldene Lutherrose über Mössingens Dächern auf dem Kirchturm unserer Martin-Luther-Kirche leuchtet – wie ein Zeichen Gottes an uns: Fürchte dich nicht! Vertrau deine Herzenssachen mir an. Ich berge sie und berge dich im Mantel der weißen Rose.

Beim Rosenmarkt finden sich inzwischen jedes Jahr hunderte Menschen unter dieser Lutherrose ein zu Kaffee und Kuchen, zur Rast, zum Auftanken, zur Freude an Rosen. Was lag näher, als dieses Rosencafé umzubenennen in „Heart Rose Cafe“? Denn es soll ja nicht nur irgendein Café sein, sondern ein Ort mit Mehrwert. Ein Ort, an dem man Kirche anders erleben und Gott anders begegnen kann, umgeben von Rosen, die Herzen berühren.

Manch ein erschöpfter und schwerbepackter Rosenmarktbesucher hat in den vergangenen Jahren hier schon Kirche als Oase erlebt, als Ort zum Durchatmen, Seele baumeln lassen, Kraft schöpfen und sich aufgehoben fühlen - ein klein wenig „sub rosa“ eben. Genau so soll es sein.

Ich wünsche Ihnen und euch immer wieder solche Plätze „sub rosa“, in denen man sich, egal ob in Mössingen oder sonst wo, so von Gott geborgen fühlt wie einst Martin Luther dies tat.

Bis denne

Ihre und eure Pfarrerin 

Frauke Dietz