Neuer Bezirkskantor: Nikolai Ott

Das Bezirkskantorat „Tübingen Land“ und die Stelle des Kantors in Mössingen ist neu besetzt. Nikolai Ott tritt die Stelle zum 1. Oktober 2019 an. Der 1989 in Hohenlohe geborene Kirchenmusiker studierte in Tübingen und Trossingen Kirchenmusik und Chorleitung und lebt seit 2014 im Kreis Tübingen. Während des Studiums arbeitete er mit verschiedenen Chören in der Region,

Nächster SOS-Jugo in Belsen

Der nächste SOS-Jugo findet am 12. Mai um 18 Uhr im Gemeindehaus in Belsen statt. Achim Stadelmaier (for me and my sons) ist zu Gast und es geht um das Thema „Was gibt dir Halt?“.

Was gibt dir Zuversicht, wenn etwas Schlechtes geschieht, wenn du in einer ausweglosen Situation bist, wenn du nicht weißt, wie es im Leben weitergehen soll?

„Abend für das Leben“

Am 13. Mai 2019 wird in unserer Gemeinde ein „Abend für das Leben“ stattfinden. Dabei wird die Arbeit des überkonfessionellen Projekts 1000plus im Gemeindehaus Mittelgasse um 20.00 Uhr vorgestellt.  Der Hauskreis „Unterwegs“ lädt herzlich dazu ein.

Bibelstunde

3.Teil des Römerbriefs mit am Sonntag, 5. Mai um 20.00 Uhr im Gemeindehaus Mittelgasse. Referent: Dekan i.R. Claus-Dieter Stoll.

„Muslime und Christen im Dialog?“

mit Professor Reinhold Boschki aus Tübingen am 7. Mai, 20.00 Uhr im katholischen Gemeindehaus.

Die Schneiderin der Träume

(Indien/Frankreich 2018) Freitag, 31.5., 20.15 Uhr, Lichtspiele Höfgasse 12

Ein verwitwetes Dienstmädchen aus Mumbai träumt davon, zusammen mit seiner Schwester ein Modeunternehmen zu gründen. Unerwartete Hilfe erfährt sie dabei von ihrem vermögenden Auftraggeber, der sich überdies in sie verliebt.

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Angedacht

Mitten ins Herz

Bild: Wikipedia

Es war ein Schock für ganz Europa: „Notre Dame brennt!“ Menschen an der Seine in Paris und an Fernsehern in aller Welt schauten fassungslos und hilflos zu, wie der Dachstuhl des Pariser Wahrzeichens am Montag der Karwoche abbrannte.

Gott sei Dank konnte die Feuerwehr den Einsturz der Kathedrale gerade noch rechtzeitig verhindern, doch das Feuer bewegte und bewegt ungeheuer viele Menschen. Das gotische Meisterwerk ist nicht nur das Herzstück von Paris und Frankreich, es bildet auch einen zentralen Teil unserer europäischen Identität. 800 Jahre Kultur- und Religionsgeschichte nicht nur Frankreichs, sondern auch des christlichen Abendlandes spiegeln sich in Notre Dame wieder und nicht umsonst besuchen 13 Millionen Touristen aus aller Welt jedes Jahr diese Kirche.

Für vermutlich jeden Menschen mit einem Gespür für Geschichte, Kultur und Schönheit waren die Bilder der Flammen deshalb ein Stich ins Herz und für gläubige Menschen noch mehr. Denn ein brennendes Gotteshaus ist, egal wo, schlimm, weil unser Glaube ganz tief in uns verankert ist und sich in Gebäuden als äußeren Zeichen birgt. Und wenn solch ein Gebäude zerstört wird, dann schmerzt das ganz tief.

Mir hat der Brand von Notre Dame deshalb wieder neu gezeigt, welch wichtige Gebäude unsere Kirchen sind. Äußerlich sind sie zwar nur aus Stein, Glas, Metall und Holz, aber innerlich sind sie Orte des Herzens. Es sind Orte, in denen wir uns selbst vergewissern. Sie binden uns in die Geschichte rück und bringen uns die Menschen, die vor uns waren, nahe. Die durchbeteten Wände, die frohen und traurigen Momente vor Altären, das Wissen um die Mühen und Entbehrungen der Generationen vor uns, wir erahnen all das, wenn wir die Portale durchschreiten. Der Wunsch, Gott die Ehre zu erweisen durch schöne Räume, wird in Kirchenkunst und Architektur sichtbar. Wir spüren: Kirchen sind Orte des Herzens, sie kommen von Herzen, werden mit Herzblut gestaltet und sollen mitten ins Herz gehen als Räume für unseren Glauben.

Trotz aller schlimmen Zerstörung in Paris stimmt mich der Brand von Notre Dame deshalb zuversichtlich: Natürlich wird die Kathedrale wiederaufgebaut und zu einem neuen Zeichen europäischer Identität werden. Und so wie ihr Brand Menschen in aller Welt geeint hat, wird sie auch ihr Wiederaufbau länder-, kultur- und religionsübergreifend einen.

Dieser Wiederaufbau wird – ähnlich wie bei der Dresdner Frauenkirche – vielen Menschen den Blick für den Wert von Kirchen, der weit über Materielles hinausgeht, öffnen. Und er wird ihre Blicke auch auf den richten, dessen Haus sie letztlich immer war und ist: Jesus Christus, den Herrn der Kirche.

Und wenn dereinst dort wieder Gottesdienst gefeiert wird, dann klingen die Choräle anders, weil denen, die dann singen, unsere Zerbrechlichkeit bewusster ist und auch der, der uns genau mit dieser Zerbrechlichkeit in seinen Händen hält. Ich freu mich schon jetzt auf die Wiedereinweihung.

Herzliche Grüße

Ihr und euer Pfarrer 

Uwe Braun-Dietz