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Konfirmandenkerzen
Offene Peter-und-Paulskirche
Kirchenfenster Martin-Luther-Kirche
Gottesdienst in der Johanneskirche
Altar Peter-und-Paulskirche
Mössingen - Kirche mittendrin
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Winterkirchen in Mössingen

Vielfältige Angebote von Januar bis März an drei Orten


Auch 2026 gibt es wie im letzten Winter wieder drei verschiedene Winterkirch-Angebote. Alle beginnen am 18. Januar.

Im Gemeindehaus Mittelgasse finden die Gottesdienste mit anschließendem Gemeindehausbistro immer ab 10.00 Uhr statt. Das Motto lautet in diesem Jahr „Mein Weg. Mein Glaube. Geschichten, die bewegen.“ Bis zum 15. März greifen unterschiedliche Predigerinnen und Prediger das Thema in verschiedenen Formen auf und zeigen, was sich hinter diesem Motto verbirgt.

In der Johanneskirche feiern wir wie in den letzten Jahren wieder gemeinsam mit Belsen Winterkirche. Das Thema steht hier unter der Jahreslosung 2026 „Alles neu?!“. Dieses Motto wird jeden Sonntag aus einem anderen Blickwinkel, mit anderer Facette, ab 10.00 Uhr beleuchtet werden. Hier dauert die Winterkirche bis zum 8. März.

Die Gottesdienstgemeinde an der Martin-Luther-Kirche feiert wieder gemeinsam mit der katholischen Kirchengemeinde eine ökumenische Winterkirche mit gegenseitigen Besuchen bis zum Abschluss am 1. März. Die Gottesdienste beginnen immer um 10.30 Uhr.

Bei allen drei Winterkirchen gibt es parallel zur selben Uhrzeit Kindergottesdienst.

 

Gemeindehaus

Mittelgasse

Martin-Luther-Kirche + Marienkirche

Johanneskirche

 

 

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18. Januar

2. So. Epiphanias

10.00 Uhr

„Herz in Flammen“

(Lukas 24,13-35)

Pfr. Philipp Gurski

Bläserensemble des Posaunenchores

10.30 Uhr

Marienkirche

Familiengottesdienst

mit Erstkommunionkindern

10.00 Uhr

Jahreslosung 2026

„Siehe, ich mache

alles neu“

Stefanie Bahlinger

25. Januar

l. So .n.

Epiphanias

10.00 Uhr

„Wo Mauern fallen

 – Glauben trotz Enttäuschung“

(1. Mose 50,15–21)

Pastor Ulrich Herter

10.30 Uhr

Martin-Luther-

Kirche

Gottesdienst

Pfrin. Dietz

10.00 Uhr

„Alles neu…

in der Schöpfung?“

Micha-Initiative

1.Februar

Septuagesimae

10.00 Uhr, Peter-und-Paulskirche

„Mit Jesus in die Zukunft“ (Offb 1,17+18); Festlicher Gottesdienst zur Einsetzung des neuen Kirchengemeinderats

mit den Mössinger Pfarrpersonen, der Mössinger Kantorei und Bezirkskantor Nikolai Ott

10.30 Uhr, Marienkirche: Wortgottesfeier mit Maria 2.0

10.00 Uhr, Johanneskirche: Alles neu...in der Gemeinde, in der Kirche? Professor Dr. Christian Witt und Chor “Bells´n´Voices”)

8. Februar

Sexagesimae

10.00 Uhr

„Wiedergefunden am brennenden Kreuz“

(Mt 18,12-13)

Bezirksjugendreferent Dominik Strey

Musikteam und Mitarbeitende

des CVJMSnowcamps

10.30 Uhr

Martin-Luther-Kirche

Tauferinnerungsgottesdienst zu Konfi3

Pfr. Braun-Dietz

10.00 Uhr

„Alles neu...nein danke!“

Pfarrer Matthias Krämer

und Organistin Annette Erdmann

15. Februar

Estomihi

10.00 Uhr

„Befiehl dem Herrn deine Wege –

eine Geschichte vom Suchen,

Zweifeln & Vertrauen“ (Ps 37,5);

Prädikantin Claudia Haigis,

Niklas Müller (Trompete)

Markus Weisser (Klavier)

10.30 Uhr

Marienkirche

Messe mit Narren

10.00 Uhr

„Alles neu...in der Welt“

Pfarrer Bernhard Schaber-Laudien

und Bläserinnen + Bläser

Posaunenchor Belsen

22. Februar

Invokavit

10.00 Uhr

„Die Story meines und deines Lebens?!“

(Mt 25,1-13)  

Oberkirchenrat i.R. Werner Baur und

Lotte Ludwig (Klavier)

10.30 Uhr

Marienkirche

Wortgottesfeier mit Posaunenchor,

anschl. Versperkirche

10.00 Uhr

„Alles neu...in der Gesellschaft“

Prof. Dr. Wolfhard Schweiker

und Bezirkskantor i. R. Günther Löw

1.März

Reminiszere

10.00 Uhr

„Gemeinsam unterwegs“

PPK-Kirchengemeinde-

rätinnen, Pfarrer

Joachim Rieger und den Saxophonics

der JMS Steinlach

10.30 Uhr

Martin-Luther-Kirche

Gottesdienst mit Abendmahl,

Pfrin. Dietz; anschl. Ständerling

10.00 Uhr

„Alles neu...in Beziehungen“ Pfarrerin Ulrike Bast

und die Konfis 2026

und Organistin Annette Erdmann

8.März

Okuli

10.00 Uhr

„Naturwissenschaft versus Glaube“ (Spr. 3,5-7a)

Pfrin. Ulrike Bast, Blockflötenensemble

der JMS Steinlach und Lotte Ludwig (Klavier)

10.30 Uhr

Gottesdienst

Prädikant Rodemann

10.00 Uhr

Alles neu...in mir?

Pfarrerin Esther Auer, Dr. Ibtissame Bucher

und Bläserinnen und Bläser

Posaunenchor Mössingen

15.März

Lätare

10.00 Uhr

„I will do it my way“ Pfr. Joachim Rieger,  

Konfigruppe und Musikteam

10.30 Uhr

Gottesdienst

Pfr. Braun-Dietz

10.00 Uhr

Gottesdienst

Pfr. Krämer

Angedacht

Das Heilige wiederfinden

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Bild aus dem Film "Der Bauer und sein Prinz" http://www.derbauerundseinprinz.de

Der Satz kam überraschend. In einem Dokumentationsfilm über sein Konzept der ökologischen Landwirtschaft von 2013 sagt der damalige britische Kronprinz Charles im Blick auf den Zustand der Welt: „Das Gefühl für das Heilige fehlt. Wir müssen das Heilige wiederfinden.“ Es ging ihm dabei vor allem um die ungebremste, hemmungslose Gier des Menschen, die die Erde und ihre Lebewesen ausbeutet und nur nimmt, ohne etwas zurückzugeben. Aber dass der heutige King Charles die Ursache dafür im Verlust des Heiligen und damit letztlich des Gottesbezugs sieht, hätte ich nicht gedacht.

Im Wiederfinden des Heiligen sieht der Prinz den „einzigen Weg, die Zerstörung des Planeten zu vermeiden“. Und er hat Recht. Unsere Welt ist tief krank, weil vielen Menschen nichts mehr heilig ist. Sie haben Ehrfurcht und Respekt vor dem verloren, was uns anvertraut und geschenkt ist und denken nur an Profit und sich selbst. Doch wie soll und kann das gehen: „Das Heilige wiederfinden“? 

Heiliges ist rein, schön, vollkommen und ganz („heil“). Es steht dem rein Irdischen gegenüber. Alle Menschen haben, wenn sie es zulassen, eine Ahnung davon. Man ahnt es in der Schöpfung, beim Blick in den Sonnenuntergang, den Sternenhimmel, auf das Meer oder auf Keimen und Wachsen im Frühjahr, dass wir von viel Größerem umgeben sind. Man spürt es an besonderen Orten voller Geschichte wie zum Beispiel alten Kirchen. Wir Christen hören und lesen davon aus der „Heiligen Schrift“, der Bibel. Sie reicht tief in die Geschichte und umschreibt Sinn und Werden der Schöpfung und den Urgrund von allem: Gott. Er redet zu uns aus ihr und wird darin zu unserem Gegenüber. Um das Heilige wiederzufinden, müssen wir uns also letztlich einfach nur Gott öffnen, hören und schauen, zur Ruhe kommen und schweigen.

Mitte Februar beginnt wieder die Passionszeit. Die wird meist mit Fasten und Verzicht in Verbindung gebracht. Vielleicht sollten wir sie aber besser Findezeit oder Be-Sinn-ungszeit nennen.

Die vor uns liegenden Wochen bis Ostern bieten sich hervorragend an, das Heilige neu zu suchen und Sinn zu finden: Über den Frühling staunen und Pflanze und Tier als Mitgeschöpf verstehen; unsere Kirchen als Orte sehen, an denen wir Gott und uns selbst begegnen können; sein Wort im Lesen der Bibel aufnehmen und für uns bedenken; im Feiern des Gottesdienstes loslassen, was uns treibt und jagt; im Innehalten und Unterbrechen des Dauerkonsums das Herz zur Ruhe bringen; vom Nehmen weg zum Lassen und Geben kommen.

Jesus hat mal gesagt: „Kommet her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken“ (Mt 11,28) Er lädt uns gerade in den nächsten Wochen ganz besonders ein, im Blick auf ihn zur Ruhe zu kommen und das Heilige wiederzufinden – in ihm.

Viel Freude beim Suchen und Finden wünscht Ihr und euer Pfarrer

Uwe Braun-Dietz