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Wo die Liebe wohnt

Familienkirchenplakat2604

 Am 26. April um 10.30 Uhr ist die ganze Gemeinde herzlich eingeladen, den Gottesdienst in der Johanneskirche mitzufeiern. Im Mittelpunkt wird eine Bilderbuch- Geschichte zum Thema „Wo die Liebe wohnt“ stehen. Während des Impulses für die Erwachsenen basteln die Kinder im Untergeschoss.

Das Chörle wird den Gottesdienst bereichern und im Anschluss besteht bei einem leckeren Mittagessen und einer Gesellschaftsspiele- Ecke (und weiteren Bastelangeboten für die Kinder) die Möglichkeit zur Begegnung.

Angedacht

Osterrennen

Hase Apr Mai26

Bild: Christiaan Viljoen

Petrus und der andere Jünger machten sich auf den Weg zum Grab. Sie liefen miteinander los, aber der andere Jünger lief schneller als Petrus und war als Erster am Grab. (Johannes 20,3+4)

Ostern – das ist die Geschichte vom leeren Grab und seiner Entdeckung, die bis heute in den Ruf mündet: Der Herr ist auferstanden! Der Herr ist wirklich auferstanden!

Ich habe eine Geschichte gelesen, die nicht wirklich so passiert ist, aber versucht zu verstehen, wie das mit Ostern ist.   

Ein Missionar in Afrika hatte einer Gruppe von Kindern erzählt, wie Jesus gestorben war und dass er nach drei Tagen wieder von den Toten auferstanden war. Dann gab er ihnen den Auftrag, zu dritt loszuziehen und zu überlegen, welche Tiere zu Jesu Tod und Auferstehung passen würden.

Als die ersten zurückkamen, berichteten sie vom Brüllen eines Löwen: „Bei der Auferstehung erzittern doch auch alle vor der Macht und Majestät Gottes.“ Das gefiel dem Missionar.

Die nächsten hatten ein Flusspferd gesehen, das splitternd und krachend durchs Unterholz gebrochen war, ohne sich aufhalten zu lassen. Der Missionar freute sich über die Erklärung: „Die Auferstehung setzt sich auch gegen alles durch.“

Irgendwann kam die letzte Gruppe völlig außer Atem und ziemlich spät mit der Entschuldigung, sie hätten versucht einen Hasen zu fangen. Der Missionar war etwas ratlos. Osterhasen kannte er zwar aus Deutschland, aber was wussten die Kinder davon. Die erzählten inzwischen aufgeregt weiter, wie sie dem Hasen hinterhergerannt waren, der aber immer schneller war und immer wieder einen ganz unerwarteten Haken geschlagen hatte. Dann fragten sie: „Ist das bei Ostern nicht auch so, dass man immer hinterherlaufen  muss  und es  nicht  zu  fassen  bekommt, weil Ostern so lebendig ist?“

Dieser Gedanke hat jedenfalls mir gefallen. Wir können laufen, so schnell wir wollen, und werden doch nur ein leeres Grab erreichen. Wir können uns anstrengen, so sehr wir wollen, und werden Ostern nicht zu fassen kriegen. Die Lebendigkeit von Ostern verweigert sich einem Rückblick, der Ostern als vergangene und überholte Geschichte fixiert. Die Auferstehung ist uns immer voraus.

Ihr

Matthias Krämer